Moselradweg: Alle Etappen mit Höhenprofil und Tipps
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Kurzzusammenfassung
- Der Fernradweg misst von Perl bis Koblenz rund 248 Kilometer und überwindet dabei nur etwa 100 Höhenmeter – größtenteils asphaltiert und 2024 vom ADFC mit vier Sternen ausgezeichnet.
- Im Kreis Cochem-Zell führt die Strecke von Zell über Bremm, Ediger-Eller und Beilstein nach Cochem und weiter nach Treis-Karden, rund 47 Kilometer entlang enger Flussschleifen und Steillagen.
- Die RB 81 verkehrt stündlich zwischen Koblenz und Trier und nimmt Fahrräder mit, sodass sich Etappen bei Bedarf verkürzen oder umkehren lassen.
Von der Quelle in den Vogesen bis zur Mündung in Koblenz begleitet ein durchgehender Radweg den Fluss – auf deutscher Seite von Perl am Dreiländereck bis zum Deutschen Eck. Wer nicht die komplette Distanz plant, findet im Kreis Cochem-Zell einen der schönsten Teilabschnitte: Steillagen wie den Calmont, eine der engsten Flussschleifen Europas bei Bremm und Ediger-Eller sowie die Fachwerkkulisse von Beilstein liegen hier dicht beieinander. Wie die Etappen geschnitten sind, was das Höhenprofil hergibt und worauf sich Familien und Bahnfahrer einstellen sollten, zeigt dieser Überblick.
Länge und Höhenprofil im Überblick
Von Perl bis Koblenz sind es rund 248 Kilometer, der überwiegende Teil davon auf gut ausgebauten, asphaltierten Wegen abseits des Autoverkehrs. Trotz der Länge fällt die Tour kaum ins Gewicht, was die Höhenmeter angeht: Über die gesamte Strecke kommen nur etwa 100 Meter Anstieg zusammen, verteilt auf sanfte Rampen an Ortsdurchfahrten und Brücken. Das macht die Route zu einer der flachsten unter den deutschen Flussradwegen und erklärt, warum sie 2024 als Vier-Sterne-Qualitätsroute des ADFC eingestuft wurde und in der ADFC-Radreiseanalyse zu den zehn beliebtesten Radfernwegen des Landes zählt.
Wer die Gesamtstrecke angehen will, teilt sie meist in rund zehn Tagesetappen zu je 20 bis 30 Kilometern auf; sportliche Fahrer schaffen größere Abschnitte auch in sieben Tagen. An zahlreichen Stellen wechselt der Weg die Flussseite, Brücken und Fähren verbinden linkes und rechtes Ufer, sodass sich Ausblick und Sonnenseite je nach Tageszeit wählen lassen.
Der Abschnitt durch den Kreis Cochem-Zell
Zwischen Zell und Treis-Karden liegen entlang der ausgeschilderten Strecke rund 47 Kilometer, die zu den landschaftlich dichtesten des gesamten Wegs zählen. Von Zell, bekannt für die Weinlage Zeller Schwarze Katz, führt die Route über Bullay, St. Aldegund und Neef nach Bremm – Ausgangspunkt für den Blick auf den Calmont, Europas steilsten Weinberg, und eine der engsten Flussschleifen Europas zwischen Bremm, Neef und Eller.
Weiter geht es an Ediger-Eller vorbei, wo sich der Weg zwischen Reben und Flussufer schlängelt, bis nach Ellenz-Poltersdorf. Von dort setzt eine Personenfähre Radfahrer nach Beilstein über, das dank seiner engen Gassen und Fachwerkfassaden als „Dornröschen der Mosel“ gilt; sie verkehrt saisonal zwischen Ostern und Ende Oktober tagsüber. Über Ernst erreicht die Strecke Cochem mit der Reichsburg hoch über dem Fluss, bevor sie über Pommern weiter nach Treis-Karden führt, wo mit der Stiftskirche St. Kastor ein weiterer historischer Anziehungspunkt liegt.
Anreise, Bahnanschluss und Etappenplanung
Wer nicht die volle Distanz fahren will, profitiert von der guten Bahnanbindung entlang der Strecke. Die RB 81, im Kreis auch als Moseltalbahn bekannt, verbindet Koblenz über Treis-Karden, Cochem und Bullay stündlich mit Trier und nimmt Fahrräder in gekennzeichneten Abteilen mit. Damit lassen sich einzelne Ortschaften gezielt anfahren, Etappen bei Wetterumschwung abkürzen oder Tagestouren als Rundfahrt mit Rückfahrt im Zug planen – ohne dass ein Auto am Ausgangspunkt bereitstehen muss.
Für Tagesausflüge bietet sich deshalb an, in Cochem oder Treis-Karden zu starten und je nach Kondition bis Bremm, Zell oder weiter zu fahren, den Rückweg dann per Bahn anzutreten.
Beste Reisezeit und Eignung für Familien
Die Hauptsaison liegt zwischen April und Oktober, wenn Weinberge und Ufer grün sind und die Gastronomie in den Moselorten durchgehend geöffnet hat. Da der Belag fast überall asphaltiert und das Gefälle minimal ist, eignet sich die Strecke gut für Familien mit Kindern und für Fahrräder mit Anhänger; auch E-Bike-Verleihstationen finden sich in den größeren Orten wie Cochem und Zell. Einzig an sonnigen Wochenenden im Hochsommer wird es auf den beliebtesten Teilstücken zwischen Bremm und Cochem streckenweise voll, weshalb sich ein früher Start oder die Nebensaison im Mai und September anbieten.
Wer die Radtour mit weiteren Ausflügen verbinden will, findet unter Radtouren weitere Strecken im Kreis, etwa den Calmont-Klettersteig für eine Wanderpause, dazu die Cochemer Altstadt für einen Zwischenstopp und die Zeller Schwarze Katz für eine Weinprobe zum Abschluss.
Wie viele Kilometer hat der Moselradweg insgesamt?
Von Perl am Dreiländereck bis Koblenz sind es rund 248 Kilometer. Die Strecke ist dabei fast durchgehend asphaltiert und überwindet auf ihrer gesamten Länge nur etwa 100 Höhenmeter.
Welcher Abschnitt des Moselradwegs führt durch den Kreis Cochem-Zell?
Der Kreis wird auf rund 47 Kilometern zwischen Zell und Treis-Karden durchquert, mit Stationen in Bremm, Ediger-Eller, Beilstein und Cochem. Highlights sind der Calmont, eine der engsten Flussschleifen Europas, und die Reichsburg Cochem.
Ist der Moselradweg für Familien mit Kindern geeignet?
Ja. Der Weg ist überwiegend eben und asphaltiert, verläuft meist abseits des Autoverkehrs und lässt sich in kurzen Tagesetappen fahren. In Cochem und Zell gibt es zudem Verleihstationen für E-Bikes und Anhänger.
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